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Heizt die Forst- und Holzwirtschaft dem Klima ein?

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24. - 25. Januar 2019

 Zum Thema des 39. Freiburger Winterkolloquium Forst und Holz

"We, leaders, today in Paris on November 30th 2015, recognize the essential role forests play in the long-term health of our planet, in contributing to sustainable development, and in meeting our shared goal of avoiding dangerous climate change"

Mit diesem Zitat haben die Staatschef im Rahmen des Klimaabkommens 2015 in Paris die bedeutende Rolle des Waldes in der Klimapolitik gewürdigt. Aber welchen Wald hatten die Staatschef eigentlich im Blick? Ist Wald nutzen oder schützen die richtige Antwort? Und leisten die Städte mit ihren verstärkten Bemühungen im Holzbau einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz oder sind sie damit auf dem Holzweg?

Die scheinbar unumstrittene Formel „Nachhaltige Holznutzung und möglichst lange Bindung des CO2 im Holzbau = optimaler Beitrag zum Klimaschutz“ wird aktuell in der Wissenschaft und zunehmend auch in der Politik hinterfragt. Wirken sich Flächen ohne Holznutzung sogar positiver auf die CO2 Speicherleistung des Waldes aus oder ist ein bewirtschafteter Wald der bessere Garant für CO2 Bindung? Lässt sich die Festlegung von CO2 über verstärkte Verwendung von Holz im Städtebau als realistische Klimaschutzstrategie von Kommunen überhaupt realisieren? Erlauben technische Vorgaben und Lieferketten über einzelne Leuchtturmprojekte hinaus, Holz im großen Stil als Ersatz für andere Baustoffe zu präsentieren?

Das Freiburger Winterkolloquium Forst und Holz 2019 setzt sich zum Ziel, die Rolle der Forstwirtschaft und die Bedeutung des kommunalen Holzbaus bei der Umsetzung des internationalen Klimaabkommens zu beleuchten. Anhand von Beiträgen ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis sollen die verschiedenen Sichtweisen beleuchtet und kritisch diskutiert werden, um pauschalisierende Stellungnahmen zu vermeiden und zu einer sachlichen, zielgerichteten Diskussion in der Öffentlichkeit beizutragen.

Die veranstaltenden Professuren der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg freuen sich über eine zahlreiche Teilnahme und erhoffen sich rege Diskussionen.

                                           

Prof. Dr. M. Hanewinkel   |   Professur für Forstökonomie und Forstplanung

Prof. Dr. D. Kleinschmit  |  Professur für Forst- und Umweltpolitik

Prof. Dr. H. Schanz   |   Professur für Environmental Governance

Prof. M. P. Laborie, Ph.D.   |   Professur für Forstliche Biomaterialien

                                     |   Professur für Forstliche Verfahrenstechnik

 

Foto: S. Schönherr

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