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Und plötzlich ist das Holz knapp? Informationsgrundlagen in der Wald- und Holzwirtschaft

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30. Juni und 1. Juli 2022

 

Zum Thema des 41. Freiburger (Winter)Kolloquium Forst und Holz

 

Im Frühsommer 2021 gingen Schlagzeilen durch die Medien in Deutschland, wie: „Warum Bauholz zurzeit knapp und teuer ist?“ oder „Wenn das Holz plötzlich knapp wird“.

Als Gründe hierfür wurde spekuliert, dass der weltweite Bauboom insbesondere in den USA und in China kurzfristig zu einem extremen Anstieg der Exporte geführt habe. Eine verlässliche statistische Quelle, die diese Annahme untermauert hätte, wurde allerdings nicht genannt. Vor dem Hintergrund der enormen Kalamitätsanfälle der Jahre 2018-2020 von nahezu 200 Millionen m3 allein in Deutschland stellte sich die Frage, wohin dieses Holz „verschwunden“ ist.

Bereits im April 2020 wurde in einer der weltweit führenden Wissenschaftszeitschriften ein Artikel publiziert,
der anhand von Satellitendaten für Europas Wälder angeblich einen knapp 70-prozentigen Anstieg der genutzten Holzmasse für die Jahre 2016-2018 im Vergleich zu den Jahren 2011-2015 feststellte. Es wurde gemutmaßt, dass dieser Anstieg im Wesentlichen durch Direktiven der EU Kommissionen im Rahmen des „Green Deals“ zur Stärkung der Bioökonomie ausgelöst werden. Verlässliche Einschlags- oder Holzmarktstatistik auf europäischer Ebene, die diese Annahmen bestätigen, finden sich jedoch nicht.

Die aktuelle geopolitische Lage verschärft die generelle Unsicherheit über die tatsächliche Versorgungssicherheit weiter.

Das („Winter“)Kolloquium 2022 geht der Frage nach, wie vertrauenswürdig die Datenquellen sind, die wir im Bereich der Holzmärkte aber auch für den gesamten Forstsektor zur Verfügung haben. Insbesondere soll herausgearbeitet werden, welche Informationsgrundlagen zukünftig benötigt werden, um auf die Herausforderungen in Folge der zu erwartenden weiter zunehmenden Dynamiken in Klima, Umwelt, Politik und Märkten vorbereitet zu sein. 

 

Die veranstaltenden Professuren der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg freuen sich über eine zahlreiche Teilnahme und erhoffen sich rege Diskussionen.

Prof. Dr. M. Hanewinkel   |   Professur für Forstökonomie und Forstplanung

Prof. Dr. D. Kleinschmit  |  Professur für Forst- und Umweltpolitik

Prof. Dr. H. Schanz   |   Professur für Environmental Governance

Prof. M.-P. Laborie, Ph.D.   |   Professur für Forstliche Biomaterialien

Prof. Dr. Thomas Purfürst   |   Professur für Forstliche Verfahrenstechnik

 

Foto: S. Schönherr

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